Was tun gegen die Wespenplage?

Der Bienengesundheitsdienst (BGD) hat über die Hotline einige Anrufe besorgter Imker erhalten. Nicht nur die Wespenvölker, sondern auch deren Futterbedarf, sind zur jetzigen Jahreszeit am grössten. Dies ist dann auch der Grund für die vermehrten Angriffe auf Bienenvölker. Bedrohen die Wespen die Honigbienen an Ihrem Standort, haben Sie folgende Möglichkeiten:

  • Flugloch einengen
    (Achtung: nicht während der Ameisensäure-Behandlung)
  • Bei massiven Angriffen oder Raub: Magazine am besten an einen anderen Standort stellen. Beim Schweizerkasten bleibt oft nur der Verbleib an Ort und Stelle


Abgesehen davon, sind gesunde und starke Völker der beste Schutz vor Schäden durch Wespen. Achten Sie daher auf eine konsequente Völkerbeurteilung und Selektion (siehe Merkblatt 4.7. unter www.bienen.ch/merkblatt  ). Verzichten Sie auf Fallen - diese sind nicht genügend wirksam, locken zusätzliche Räuber an und töten Nützlinge wie die Honigbiene.

Wenn Insekten Ihre Völker bedrohen, schauen Sie sich diese bitte genauer an, damit die asiatische Hornisse (Vespa velutina) ausgeschlossen werden kann. Die Vespa velutina ist insbesondere im Herbst am aktivsten. Bisher wurde sie in der Schweiz erst einmal gesichtet (im Frühling 2017 im Jura).

Im Verdachtsfall fotografieren Sie diese bitte (mit dem Handy oder einem Fotoapparat) und schicken die Bilder mit genauer Angabe zu Sichtungsort und –datum zur weiteren Abklärung umgehend an die E-Mail-Adresse des BGD infoapiservice.ch  . Lässt die Bildqualität es zu, veranlasst der BGD die Bestimmung des Insekts. Allfällige verdächtige tote Hornissen, schicken Sie bitte in einer Kartonschachtel verpackt per A-Post an den BGD (Schwarzenburgstrasse 161, 3003 Bern). Wir werden Sie selbstverständlich über das Ergebnis der Abklärungen auf dem Laufenden halten. Vernichten Sie selber keinesfalls verdächtige Nester. Sollte sich der Verdacht bestätigen, wird der Kanton die nächsten Schritte einleiten.

Für die asiatische Hornisse gelten übrigens die gleichen Empfehlungen, wie für die Wespe: gesunde/starke Bienenvölker, keine Fallen (siehe Merkblatt 2.7. unter www.bienen.ch/merkblatt  ).