Internationaler Fachvortrag für Imkerinnen und Imker zum Thema Varroabehandlung ohne Ameisensäure

Schaan: Am 3. April konnte Dominik Sele als Präsident des Liechtensteinischen Imkervereines etwa hundert aktive Imkerinnen und Imker aus Liechtenstein und der Region Rheintal im kleinen SAL begrüssen. Anlass war ein vom Liechtensteiner Imkerverein organisierter Fachvortrag für Bienenhalter zum Thema Varroamilbe. Der Referent Andreas Platzer vermochte dabei mit seinem fundierten Fachwissen und seiner begeisternden Art die Zuhörer in seinen Bann zu ziehen.

Bienen halten wird immer schwieriger. Ein Grund dafür ist der bei uns seit 1984 verbreitete Bienenparasit Varroa-Milbe. Um den diesbezüglich wachsenden Herausforderungen angemessen gegenüberzutreten, braucht ein Bienenhalter heute fundiertes, aktuelles Wissen. Deshalb hat sich der Liechtensteiner Imkerverein entschieden, gleich zu Beginn der Saison eine Veranstaltung zu diesem Thema von überregionaler Strahlkraft zu veranstalten.

Platzer, Fachberater für Bienenzucht der italienischen Provinz Bozen – Südtirol und Bienensachverständiger arbeitet er an der Fachschule für Obst-, Wein- und Gartenbau in Laimburg im Südtirol. Er erklärte an diesem Abend, wie es in Südtirol vor ein paar Jahren zum abrupten Ende der Varroabekämpfung mit Ameisensäure-Präparaten kam. In der Folge wurde das Südtiroler Fünf-Säulen-Konzept zum Umgang mit dem Bienenparasit Varroamilbe vorgestellt, mit welchem der weltweit gefährlichste Bienenschädling auch unter minimalem Einsatz von Tierarzneimitteln effizient in Schach gehalten werden kann.